„Was kostet das?” ist die erste Frage, die uns fast jeder Interessent zu Meta Ads stellt – und die am seltensten ehrlich beantwortet wird. Viele Agenturen weichen aus, weil die saubere Antwort „es kommt darauf an” lautet. Stimmt. Aber „es kommt darauf an” hilft Ihnen bei der Budgetplanung nicht weiter. Deshalb machen wir hier das Gegenteil: konkrete Zahlen, klare Bestandteile, realistische Erwartungen.
Eine Meta-Ads-Kampagne hat drei Kostenblöcke
Wenn jemand von den „Kosten einer Kampagne” spricht, meint er meist nur einen Teil. Tatsächlich sind es drei:
- Werbebudget (Media Spend) – das Geld, das direkt an Meta fließt und Ihre Anzeigen ausspielt.
- Creative-Produktion – Videos, Bilder, Texte. Das, was der Nutzer tatsächlich sieht.
- Betreuung / Agenturhonorar – Strategie, Setup, laufende Optimierung, Reporting.
Wer nur auf den ersten Block schaut, vergleicht Äpfel mit Birnen. Gehen wir sie einzeln durch.
1. Werbebudget: Was Sie an Meta zahlen
Meta funktioniert wie eine Auktion – Sie zahlen nicht pro Kampagne, sondern für Ergebnisse (Impressionen, Klicks, Leads). Die Preise schwanken je nach Branche, Region und Zielgruppe.
Aus unserer Praxis bewegen sich die Richtwerte 2026 etwa hier:
- Klickpreis (CPC): rund 0,30 € bis 1,50 € im DACH-Raum
- 1.000 Impressionen (CPM): rund 5 € bis 15 €
- Kosten pro Lead (CPL): je nach Branche 5 € bis 50 € – im hochpreisigen B2B-Bereich auch deutlich mehr
Sinnvolles Einstiegsbudget: Unter etwa 15 € pro Tag (rund 450 € im Monat) bekommt der Meta-Algorithmus zu wenig Daten, um auszusteuern. Für einen belastbaren Test empfehlen wir mindestens 500–1.000 € Werbebudget pro Monat – nicht, weil mehr immer besser ist, sondern weil der Algorithmus eine Mindestmenge an Conversions braucht, um zu lernen.
2. Creative: Der größte Hebel, der am meisten unterschätzt wird
Hier entscheidet sich, ob Ihr Budget arbeitet oder verbrennt. Dasselbe Budget kann mit einem schwachen Video das Dreifache pro Lead kosten wie mit einem starken. Das Creative ist kein „nice to have” – es ist der größte Stellhebel überhaupt.
Für unsere Kunden produzieren wir Ad-Creatives nach einem festen Hook-Problem-Lösung-CTA-Aufbau und testen pro Kampagne immer mehrere Hook-Varianten gegeneinander. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Performance-Marketing-Ansatz – und konkret das digitale Ökosystem, das wir für NART Immobilien gebaut haben, inklusive Video-Ads und einem interaktiven Steuervorteilsrechner als Lead-Magnet.
Was kostet gutes Creative? Das hängt am Format. Einfache Bild-Anzeigen (Picture-Ads) gibt es ab einigen hundert Euro. Professionell produzierte Video-Ads – mit Dreh, Schnitt und mehreren Schnittvarianten – liegen realistisch im vierstelligen Bereich, je nach Aufwand etwa 1.500 € bis 5.000 €. Das ist keine monatliche Gebühr, sondern eine Produktion, die Sie über Wochen bis Monate ausspielen und periodisch auffrischen. Wer „mal eben für ein paar hundert Euro” ein Video erwartet, bekommt kein Creative, das im Feed gegen professionell produzierte Mitbewerber besteht.
Faustregel: Wer am Creative spart, zahlt es beim Klickpreis doppelt zurück.
3. Betreuung: Selbst machen oder Agentur?
Auch hier ehrlich: Kleine Kampagnen können Sie selbst starten. Aber Strategie, sauberes Tracking, laufende Optimierung und Reporting fressen Zeit – und Fehler kosten echtes Geld.
Übliche Modelle am Markt:
- Fixhonorar: häufig 500 € bis 2.500 € pro Monat, je nach Umfang
- Prozent vom Werbebudget: meist 10–20 % – lohnt sich eher bei großen Budgets
- Projektpauschale: für Setup, Funnel und Creatives zum Start
Wir setzen bewusst auf transparente, positionsbasierte Angebote statt versteckter Aufschläge – Sie sehen genau, wofür Sie zahlen.
Ein realistisches Rechenbeispiel
Trennen Sie am besten einmalige Produktion von laufenden Kosten – das macht die Zahlen ehrlich.
Einmalig zum Start (Strategie, Funnel & Creative-Produktion):
| Posten | Investition |
|---|---|
| Strategie, Setup & Funnel | ab ~1.000 € |
| Creative – Bild-Ads | ab einigen hundert € |
| Creative – professionelle Video-Ads | 1.500 € – 5.000 € |
Laufend pro Monat:
| Posten | Monatlich |
|---|---|
| Werbebudget (Media Spend) | 800 € – 2.000 € |
| Betreuung & Optimierung | ab ~1.000 €, je nach Umfang |
Ein ernsthaft aufgesetzter Start liegt damit realistisch bei einer Anfangsinvestition im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich plus laufendem Budget. Klingt nach viel? Rechnen Sie dagegen: Bei einem CPL von 20 € und rund 40 Leads im Monat – und einem Kundenwert von mehreren tausend Euro – rechnet sich das oft schon mit wenigen Abschlüssen.
Worauf Sie bei „Schon ab 299 €”-Angeboten achten sollten
Sehr günstige Pauschalen enthalten fast nie genug Werbebudget und echtes Creative und echte Betreuung. Irgendwo wird gespart – meist beim Creative und bei der Optimierung, also genau dort, wo die Ergebnisse entstehen. Fragen Sie immer nach, wie sich der Preis auf die drei Blöcke aufteilt.
Fazit: Budget ist eine Investitionsfrage, keine Kostenfrage
Eine Meta-Ads-Kampagne kostet, was sie braucht, um zu funktionieren – nicht weniger. Realistisch sollten Sie zum Start mit einer Anfangsinvestition im vierstelligen Bereich rechnen (Strategie, Funnel und vor allem professionelles Creative) und einem laufenden Budget ab rund 1.800 € im Monat für Media und Betreuung. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern das Verhältnis aus Einsatz und Kundenwert: Was ist Ihnen ein neuer Kunde wert?
Wenn Sie wissen möchten, welches Budget für Ihr Angebot und Ihre Region sinnvoll ist, rechnen wir das im Erstgespräch ehrlich mit Ihnen durch – ohne Verkaufsdruck.
