Eine einseitige Landing Page mit Formular und Tracking liegt 2026 bei rund 2.500–5.000 €, eine Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten bei rund 6.000–15.000 €, eine Seite mit eigener Funktion wie Rechner oder Buchungsstrecke darüber. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Wartung und Pflege, meist 30–150 € im Monat. Die Spanne ist deshalb so breit, weil der Preis nicht am Aussehen hängt, sondern an vier Dingen: Seitenanzahl, eigene Funktionen, Inhalte und Pflichten, die seit 2025 gelten.
Woraus setzt sich der Preis einer Website zusammen?
Aus Arbeitszeit für vier Blöcke, die sich unterschiedlich stark auf die Rechnung auswirken.
- Konzept und Struktur: Wer soll etwas tun, und was? Dieser Block ist der kleinste auf der Rechnung und entscheidet am meisten darüber, ob die Seite später Anfragen bringt.
- Design und Umsetzung: wächst mit der Anzahl eigenständiger Seitentypen, nicht mit der Anzahl der Seiten. Zehn Produktseiten nach demselben Muster kosten kaum mehr als eine.
- Inhalte: Texte, Fotos, Videos. Der Posten, den fast alle unterschätzen, weil er im Angebot oft beim Kunden liegt und dann monatelang liegen bleibt.
- Technik und Pflichten: Rechtstexte, Zustimmungslösung, Formularanbindung, Messung, Barrierefreiheit.
Der häufigste Grund für zwei sehr verschiedene Angebote zur selben Anfrage ist nicht der Stundensatz. Es ist, dass das eine Angebot die Inhalte enthält und das andere nicht.
Was kostet eine Website nach Umfang?
Grob nach Typ, als Größenordnung aus unserer eigenen Projektpraxis, nicht als Preisliste:
| Umfang | Einmalig |
|---|---|
| Landing Page, eine Seite, Formular, Tracking | 2.500–5.000 € |
| Unternehmenswebsite, 5 bis 10 Seiten | 6.000–15.000 € |
| Website mit eigener Funktion (Rechner, Buchung, Portal) | 15.000–25.000 € |
| Onlineshop mit Warenwirtschaft | ab 20.000 € |
Was die Spanne innerhalb einer Zeile erklärt: vorhandene Inhalte oder nicht, ein Standort oder mehrere, eine Sprache oder zwei, und ob eine bestehende Software angebunden werden muss. Eine Anbindung an ein vorhandenes Buchungs- oder Warenwirtschaftssystem ist regelmäßig der größte einzelne Posten, weil dort niemand vorher weiß, wie sauber die Schnittstelle dokumentiert ist.
Was unterscheidet eine Seite für 5.000 € von einer für 15.000 €?
Nicht die Optik, sondern die Tiefe. Beide können modern aussehen, und auf dem Bildschirm eines Interessenten sieht man den Unterschied selten sofort.
Für rund 5.000 € entsteht eine schlanke Seite auf einer vorhandenen Grundlage: ein Seitentyp, drei bis fünf Unterseiten nach demselben Muster, ein Formular, Ihre vorhandenen Bilder, Rechtstexte eingebunden, Ladezeit geprüft. Das ist für viele Betriebe genau richtig und dem Status quo meist weit voraus.
Für rund 15.000 € kommt das dazu, was Arbeit macht und wirkt: eigene Bildsprache statt Archivfotos, Texte, die wir nach einem Gespräch selbst schreiben, mehrere Seitentypen für unterschiedliche Zielgruppen, eine mehrstufige Anfragestrecke mit Qualifizierung, Anbindung an Ihr Auswertungswerkzeug oder Ihr System, Animationen, die die Aufmerksamkeit führen, und eine geprüfte Barrierefreiheit statt einer behaupteten.
Die Einordnung dazu: Der Sprung lohnt sich, wenn über die Seite Anfragen mit hohem Wert kommen sollen. Für einen Betrieb, der im Monat drei Anfragen braucht und sie ohnehin über Empfehlungen bekommt, ist die kleinere Lösung die wirtschaftlichere.
Was kostet eine Website im laufenden Betrieb?
Deutlich weniger als die Erstellung, aber nie null. Hosting mit Zertifikat, Sicherheitsaktualisierungen, Sicherungen und kleinere Änderungen liegen bei 30–150 € im Monat, je nach Umfang und Reaktionszeit. Für Wägetechnik Geisberger betreiben wir genau dieses Paket: neue Seite, Umzug auf unsere Infrastruktur, seither laufende Wartung.
Getrennt davon zu betrachten ist die Sichtbarkeit. Laufende Suchmaschinenbetreuung ist kein Wartungsposten, sondern ein eigenes Projekt mit eigenem Budget, bei uns im vierstelligen Bereich pro Monat. Wer beides in einen Topf wirft, bekommt entweder eine teure Wartung oder eine wirkungslose Optimierung.
Welche Pflichten bestimmen den Preis seit 2025 mit?
Vor allem die Barrierefreiheit, und das ist der Punkt, an dem viele Angebote aus 2023 nicht mehr vergleichbar sind. Die IHK Region Stuttgart fasst den Stichtag so zusammen:
„Ab 28. Juni 2025 sind elektronische Dienstleistungen die über eine Webseite angeboten werden, z.B. ein Webshop oder die Kontaktaufnahme für ein Kundengespräch barrierefrei zu gestalten.” IHK Region Stuttgart zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
Betroffen sind damit nicht nur Shops, sondern auch Kontaktformulare, Terminbuchungen und Registrierungen im Verbrauchergeschäft (IHK Region Stuttgart). Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz, die Dienstleistungen erbringen. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.
Praktisch heißt das: Kontraste, Tastaturbedienung, Beschriftungen an Formularfeldern, Textalternativen. Nachträglich eingebaut kostet das ein Vielfaches dessen, was es im Aufbau gekostet hätte, weil Farbsystem und Formularlogik dann schon stehen.
Dazu kommen die üblichen Pflichten, die kein Aufpreis sind, sondern Grundausstattung: Schriften lokal einbinden statt über ein Fremd-Netzwerk, Impressum, Datenschutzerklärung, Zustimmung vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies.
Woran erkennen Sie ein Angebot, das zu billig ist?
An drei Stellen, die im Vergleich schnell übersehen werden.
Die Inhalte fehlen. Steht im Angebot „Texte werden vom Kunden gestellt”, ist das kein Preisvorteil, sondern eine verschobene Aufgabe. Erfahrungsgemäß liegt genau dort der Grund, warum Projekte Monate später noch nicht live sind.
Die Geschwindigkeit ist nicht benannt. Google nennt einen klaren Zielwert für die Ladezeit des größten sichtbaren Elements: „Ein guter LCP-Wert liegt bei unter 2,5 Sekunden.” (web.dev). Eine Seite, die mit unkomprimierten Bildern und fünf Fremdskripten ausgeliefert wird, reißt diesen Wert auf dem Handy regelmäßig.
Es gibt keine Messung. Ohne Formular-Tracking und ohne verstecktes Quellenfeld wissen Sie hinterher nicht, ob die Anfrage über die Suche, über eine Anzeige oder über eine Empfehlung kam. Wer das nicht einplant, kann später nicht entscheiden, wo das Werbebudget hingehört. Wie sich diese Rechnung fortsetzt, steht im Beitrag Was kostet eine Meta-Ads-Kampagne?.
In welcher Reihenfolge geben Sie das Geld aus?
Zuerst in die Seiten, auf denen Geld verdient wird, dann in den Rest. Bei den meisten Unternehmen sind das drei bis vier Seiten: Startseite, die wichtigste Leistung, die Referenzen, der Kontakt. Der Rest kann in einer zweiten Stufe folgen.
Das ist auch die ehrlichere Antwort auf knappe Budgets als eine Seite für 1.500 €, die alles ein bisschen abdeckt. Zwei sehr gute Seiten schlagen zwölf mittelmäßige, weil Besucher ohnehin nur wenige davon ansehen. Wie wir Webprojekte aufbauen, steht auf unserer Seite zum Webdesign.
Wenn Sie eine belastbare Zahl für Ihr Vorhaben brauchen: Schildern Sie uns über die Kontaktseite Umfang, vorhandene Inhalte und die Systeme, die angebunden werden sollen. Daraus wird ein Festpreis, keine Spanne.
Häufige Fragen
Warum unterscheiden sich Website-Angebote so stark im Preis?
Meist wegen des Leistungsumfangs, nicht wegen des Stundensatzes. Enthält ein Angebot Texte, Bilder, Rechtstexte, Barrierefreiheit und Messung, liegt es zwangsläufig höher als eines, das nur Design und Umsetzung abdeckt und alles Weitere beim Kunden lässt. Vergleichen Sie deshalb Position für Position, nicht die Endsumme.
Was kostet eine Website im Monat?
Für Hosting, Zertifikat, Sicherheitsaktualisierungen, Sicherungen und kleinere Änderungen sollten Sie mit 30–150 € im Monat rechnen. Umfangreichere Pflege, neue Inhalte oder laufende Suchmaschinenbetreuung sind davon getrennt zu kalkulieren und liegen deutlich höher.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Wenn Sie über Ihre Seite Verbrauchern Dienstleistungen anbieten, etwa einen Shop, eine Terminbuchung oder ein Kontaktformular für ein Kundengespräch, gilt die Pflicht seit dem 28. Juni 2025. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz, die Dienstleistungen erbringen. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.
Lohnt sich ein Baukastensystem für kleine Budgets?
Für eine reine Visitenkarte im Netz kann das reichen. Sobald eigene Funktionen, saubere Ladezeiten, Barrierefreiheit oder eine Anbindung an vorhandene Software dazukommen, kippt die Rechnung, weil jede Anpassung gegen das System arbeitet. Die Ersparnis am Anfang zahlen Sie dann in Arbeitszeit zurück.
